Baden

Baden ist trotz gelegentlich gegenteiliger Meinung durchaus ein Vergnügen auf La Palma. Der Sand ist schwarz, die Wellen beruhigen die Seele und vor allem große Menschenmengen sucht man an den Stränden La Palmas vergebens. Vergleichbares dürfte auf den Balearen schwer zu finden sein.

An der Westküste sind die Strände in Puerto Naos und Umgebung zu nennen, die zum Baden regelrecht einladen. Mit der Blauen Fahne ist der Strand in Puerto Naos gekrönt.

Es gibt gepflegte, sanitäre Anlagen, Außenduschen, Schirm- und Liegenverleih, sowie schön angelegte und schattenspendende Palmen. In Richtung "El Remo" befindet sich sogar ein tolerierter Nacktbadestrand, nach der Abzweigung zum Hotel Sol, an der "Playa de las Monjas", was, dem Nacktbaden zum Trotz, so viel wie Strand der Nonnen bedeutet.

An anderen Stränden sollte man die Badebekleidung benutzen, denn größere Freizügigkeit wird von den Palmeros zwar toleriert, aber nicht geschätzt. An der nächsten Abzweigung rechts nach Las Monjas in Richtung El Remo, mit guten Parkplätzen oberhalb des Strandes, befindet sich der ebenfalls mit Außenduschen ausgestattete "Playa de Chaco Verde". Hier kann man vom Felsen in das Meer springen wie die Einheimischen und sich am einzigen Kiosk, mittig am Strand gelegen, ein Eis oder eine Erfrischung gönnen.

"Charco Verde" (übersetzt: grüne Pfütze), wurde im Sommer 2009 zusammen mit Puerto Naos und Los Cancajos (im Osten der Insel dem weniger repräsentativen Ort zugehörig), mit der "Blauen Flagge" geehrt, ein wichtiger Aspekt für Urlauber und Badende auf La Palma. Der Erhalt der Flaggen wird unter anderem verbunden mit Sauberkeit von Strand und Wasser, sanitären Anlagen und Sicherheits- und Rettungseinrichtungen, sowie barrierefreien Zugangsmöglichkeiten auch für Behinderte. Hier lässt sich die Natur der schönsten Kanareninsel beim Baden und Schwimmen in vollen Zügen genießen.

Nach der Abzweigung in Richtung Bombilla, von Puerto Naos kommend, am Ortsausgang auf der linken Seite, liegt nach etwa 2.5 km durch die Bananenplantagen, der wohl feinsandigste Strand auf der Westseite, Playa Nueva (Playa de los Guirres). Nachdem alle Strandhütten mit Hintergrund des 1988 erlassenen Küstenschutzgesetzes abgerissen wurden, wird der Strand leider nicht mehr gepflegt und eignet sich maximal zum Wellensurfen, (nicht ungefährlich wegen der starken Wellen und dem teilweise extrem felsigem Untergrund!), oder um am netten Kiosco die tolle Abendstimmung am Meer zu genießen. Im Sommer ist dieser Strand sehr beliebt, insbesondere bei den Einheimischen und Surfern, so dass Parkplätze am späten Nachmittag nur noch schwer zu ergattern sind. Wer hier Baden, am Strand liegen, oder Surfen möchte, sollte also frühzeitig anreisen.

Wer vor dem Baden eine kleine Herausforderung in Sachen Wandern sucht, sollte den schnuckeligen "Playa de la Veta", oberhalb von Tijarafe, probieren. (Kann im Winter bei hoher Brandung völlig verschwinden!) Das Parken des PKW auf dem abzusteigenden Felsen ist eigentlich eher die Herausforderung. Wer sich das zugetraut hat, dem winkt danach ein ca. halbstündiger Abstieg bei 160 Höhenmetern. Weniger Wanderbegeisterte können alternativ einfach eine Tour mit den Ausflugsbooten Fancy, bzw. dem Bussard machen, die ebenfalls diese schöne Badebucht anfahren, damit die Gäste vom Boot aus in das Wasser springen können.

Sehr großzügig und teilweise ebenfalls mit Schirm und Liegenverleih ist der Strand in Puerto de Tazacorte. Am äußersten Ende des Strandes vom Puerto kommend, bei den großen Wellenbrechern, ist der Einstieg flach, steinlos und das Wasser vollständig beruhigt, also ideal für Kinder. (Aber Vorsicht: Der Sand ist wie überall schwarz, die Temperatur bei Sonnenschein entsprechend hoch. Badeschuhe oder FlipFlops sind unbedingt zu empfehlen!) Für schattenlose Buchten sollten Badegäste einen Sonnenschirm mitnehmen. Diese können auch für wenige Euros an den Strandkioscos in Puerto Naos oder Tazacorte gekauft werden.

Des Weiteren gibt es einige schöne Badebuchten im Süden der Insel, "Playa de Zamora" oder "Playa Chicas", bzw. "Playa del Faro" an der Südspitze. Hier präsentiert sich die Natur auf La Palma in ihrem schönsten Gewandt. Wunderbar schön breitflächig und feinsandig, nach einem herausfordernden Abstieg, ist der "Playa Nogales" auf der Ostseite La Palmas auf der Höhe des Ortes Puntallana (Achtung: Starke Unterströmungen insbesondere im Winter!). Aufgrund der gerundeten Felsanordnungen gibt es hier gegen Mittag am Ende des Jahres keine Sonne mehr.

Besonders reizvoll sind die mit Meerwasser gefüllten Naturschwimmbecken im Norden der Insel. Hier haben sich die Wellen in Millionen von Jahren eigene Becken gegraben, die sich ständig mit frischem Meerwasser füllen und die das Herz der Badenden höher schlagen lassen. An zwei Stellen sind zwei nette, recht einfache Anlagen. Zum einen "La Fajana", in der Nähe von Barlovento und "Charco Azul", etwa auf der Höhe von San Andrés. Hier entstanden rund um die natürlichen Badebecken Restaurants und Picknickflächen. "La Fajana" wurde in einer Umfrage zum beliebtesten Badeort gekürt, vor den Badeorten in Puerto de Tazacorte, Puerto Naos und Cancajos.