Lucha Canaria

Ursprünglich stammt diese Art des Kämpfens von den Guanchen, die so wahrscheinlich unter anderem Streitigkeiten um den Landbesitz austrugen.

Auf den Kanaren gibt es mehrere tausend Ringer, die sogenannten Luchaderos. Sie sind in etwa hundert Vereinen organisiert, die über alle Inseln verteilt sind. Schon in der Schule wird der Lucha Canaria als Sportförderung angeboten. Zwei Mannschaften mit je zwölf Kämpfern treten gegeneinander an. Ein Kampf geht über drei Runden á höchstens zwei Minuten.

Dabei geht es in erster Linie darum, den Gegner ohne Aggression und Gewalt zu Boden zu ringen. Dafür stehen unzählige Griffe und Techniken zur Verfügung. Es gibt keine Differenzierung in den Gewichtsklassen, vielmehr muss der Gegner mit Geschick und Schnelligkeit überlistet werden. Der Kampf gilt als beendet, wenn ein anderer Körperteil als die Füße den Boden berührt. Die besten Teams der Kanaren kämpfen dann in den entsprechenden Altersklassen gegeneinander. Es gibt ebenfalls ein alljährliches Kräftemessen mit befreundeten Sirium Ringern aus Korea, die diesem Ringsport hier offensichtlich trotz etwas abweichender Regeln sehr nah stehen.

Es gibt bestimmte Wettkampforte, an denen regelmäßig Kämpfe ausgetragen werden und öffentlich zugänglich sind. Z.B. im Terrenum in Las Manchas, in der Sporthalle in Los Llanos hinter dem Sparmarkt, neben den Außensportanlagen. Dort gibt es für gewöhnlich Aushänge und Bekanntmachungen zu den nächsten Kämpfen.