Sehenswürdigkeiten der Insel...

Sollten die sportlichen Aktivitäten eine Pause während des Urlaubes bekommen, so bleibt doch das eine oder andere auf dem Programm übrig, das einen Besuch wert ist. Hier nun einige Sightseeing-Vorschläge, die mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehrsnetz ohne Probleme machbar sind.

...im Westen

El Paso

El Paso war immer schon eine reiche Gemeinde, zu sehen an alten prächtigen Höfen entlang der Strassen. Der Ort liegt mitten im Aridanetal, einem der fruchtbarsten Plätze der Insel. Hier wurde auf 400-800 Höhenmetern Obst- und Mandelbäume gepflanzt und nicht zuletzt der beste Tabak der Insel geerntet. Die Tabakfabrik ist zwar seit einiger Zeit geschlossen, dennoch wird in der Caldera noch immer Tabak geerntet und in Breña Alta und St.Cruz verarbeitet und gerollt.
Auf den ersten Blick gibt es nicht viel zu sehen, der Ortskern mit den Gebäuden der öffentlichen Hand, Schule und Supermarkt hat sich um die Kreuzung Alte Landstr./Av.José Antonio gebildet. Dennoch lohnt es sich, diese Kreuzung zu verlassen in Richtung Calle Manuel Taño, um das sich dann anschliessende schöne Bild des Ortes und seiner Kirche aufzunehmen und einen kleinen Rundgang zu wagen.

Paraíso de las Aves - Vogelpark

Vogelpark zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Vogelarten mit schön angelegtem Garten. Es wachsen hier ca. 1500 Pflanzen, von Orchideen bis zum sehr selten rot blühenden Eukalyptus. Es gibt Volieren und eine angeschlossene Freiflughalle, einen Teich, einheimische Pflanzen und ein Tropenhaus. Schöne Ergebnisse und Informationen zur Austernpilzzucht können ebenfalls erworben werden.

öffnungszeiten: Mo-Sa 10.00-17.00
C/Panadero, 16, El Paso, gegenüber vom Fussballstadion der Beschilderung folgen

Das Sonnendreieck Los Llanos, Puerto Naos und Tazacorte

Hier ist es beständig warm und es regnet wenig, worauf die vielen Wasserbecken bereits schliessen lassen.

Ohne anmaßend sein zu wollen: Nach Puerto Naos fährt man ausschließlich zum Baden oder als Durchfahrt zum Essen nach El Remo, Los Llanos als Stadt ist schnuckelig, quirlig mit der berühmten Plaza España als Mittelpunkt des Städtchens als Besuchsort ein entsprechendes Muß, worauf wir bereits an vielen Stellen auf dieser Seite hingewiesen hatten.

So dass wir uns nun etwas eingehender auf Tazacorte beschränken wollen, weil dieser Ort bisweilen ein bisschen zuviel als ausschliesslicher Badeort verkannt wird.
Der Ort teilt sich in Villa und Puerto de Tazacorte. Auch in Villa de Tazacorte gibt es die übliche Plaza Espana, das Herz von Villa Tazacorte. Neben der Igelsia de San Miguel, ist der schönste Blickfang ein von Bougainvillea umrankter und bunt gekachelter Laubengang. Der Ort bietet pralles Leben mit kleinen Supermärkten, eigenen Fiestas, seit kurzem auch ein öffentliches Hallenschwimmbad und einige sehr nette Restaurants bzw. kioscos.

Sehr schön gelegen mit eigenem Zugang vorbei an den üppigen Häusern der ehemaligen Zuckerbarone ist das Bananenmuseum oder auch das Casa Massieu, das zu besichtigen ist und für Ausstellungen genutzt wird, (Calle Pérez Galdós 9, Mo-Fr 18-21 Uhr.)

Kein anderer Ort der Insel bietet mehr Sonnenstunden als Puerto de Tazacorte: Wo die Schlucht der ängste (Barranco de las Angustias) in einem weiten Tal ins Meer mündet, schmiegen sich die Häuser von Puerto de Tazacorte an 600 Meter hohen Steilwänden. Der Strand ist weitläufig wie sonst nirgendwo auf der Insel, die Bretterbuden wurden am Strand durch schön pastellfarbig gestrichene Gebäude ersetzt. Inzwischen gibt es Duschen, die Toiletten sucht man seit Jahren leider vergebens.  Beeindruckende Architektur gibt es an diesem Ort ebenfalls nicht, unmittelbar vor dem Strand gammelt ein unvollendeter Aquapark vor sich hin und der gigantische Wellenbrecher ist aus massivem Beton.. ähnliches gilt für den Hafen, allerdings können von hier mit den Ausflugsbooten einige nette Touren zu Wasser unternommen werden. (Sport&Freizeit)

Einen wunderschönen Blickfang wollen wir dennoch nicht versäumen zu erwähnen: Folgt man der Strasse von Puerto Tazacorte wieder landeinwärts, kommt auf der rechten Seite die Ermita "Virgen de las Angustias", der "Kapelle der Jungfrau der ängste". Es lohnt ein Halt und ein Blick ins Innere des Kirchleins.Es gibt viele schöne Holzarbeiten zu betrachten und einen vor Gold strotzenden Hauptaltar flämischer Künstler aus dem 17 Jhdt.

Plaza Glorieta - Las Manchas

Der palmerische Künstler Luis Morera, als Schüler des bekanntesten kanarischen Künstlers, César Manrique (Lanzarote), erhielt in Las Manchas de abajo einen seiner grössten Aufträge, die Anlage und Gestaltung einer neuen Plaza. Es entstand die Plaza Glorieta, einem der schönsten und üppigsten Plätze, die in dieser Prächtigkeit sonst nur auf dem spanischen Festland zu finden sind.


Der Boden ist mit Mosaiken ausgelegt, die die Kanarenflora darstellen, speziell geformte Lavaplatten schmücken Pflanzenbecken und Wände. Alles wird von echten Pflanzen umrankt und beblüht. Der Nachfolgeauftrag für den Stadtpark in Los Llanos gestaltet sich seit einigen Jahren leider als grosses Streitobjekt zwischen Morera und der Stadtverwaltung. Trotz Fertigstellung ist dieser seit Baubeginn vor einigen Jahren noch immer nicht eröffnet.

Als kleiner Tourvorschlag beginnt man mit der Plaza Glorieta, danach einen Abstecher im Weinmuseum um die Ecke  und besucht die Vulkanröhren (s.u.) im Anschluss.

Die Vulkanröhren - "los tubos volcanicos"

Ein besonderes Phänomen der vulkanischen Geschichte der Insel ist in Las Manchas, zu entdecken.

Diese interessanten Röhren entstehen, wenn ein heißer Lavafluss langsam von oben erkaltet, und so eine Kruste aus kaltem Lavagestein gebildet wird. Hört die Lava dann auf zu fließen, leert sich dieser Fluss und hinterlässt eine Röhre, die hier auf La Palma bis zu 10 m Höhe haben kann.

Normalerweise stürzen die Decken der Röhren ein und hinterlassen eine lange, tiefe Furche in der vulkanischen Landschaft. Die Röhre auf La Palma ist allerdings auf einigen Kilometern erhalten geblieben, und ist nur an einigen Stellen eingestürzt.
Diese kann unter der Führung von Juan Antonio Martín mit vielen interessanten Erklärungen aus Sicht eines Geologen unterstützt, für ca.20 Euro/Person besucht werden. Tel.: (0034) 616807070

...im Norden

Phantastisch Baden im ruhigen Nordosten

Nahe dem Ort Barlovento im Nordosten der Insel befinden sich die "Piscinas de Fajana" Die natürlich gebildete Naturschwimmbecken-Anlage wurde mit Mauern so eingeteilt, dass nun wunderbar gebadet und geschwommen werden kann. Es gibt bei phantastischem Blick auf die Steilküste, Umkleideräume, Duschen und Plattformen mit Sonnenschirmen und Liegestühlen.
Leider ist das andere naturgebildete Schwimmbecken, Charco Azul, seit dem Frühjahr 2009 von einem Steinschlag so schwer beschädigt, dass der Wiederaufbau wohl einige Jahre in Anspruch nehmen wird.

Parque Cultural La Zarza

Im Kulturpark La Zarza, in der Nähe von Garafia, informiert eine Ausstellung über die prähispanischen Ureinwohner, auch Guanchen genannt.

Ein Spaziergang führt von dort zu den Felsgravuren, Spiralen und Mäandern, welche die Altkanarier hinterlassen. Es ist eine der bedeutendsten kanarischen Fundstätten. Der Kulturpark liegt inmitten eines feuchten Waldgebietes mit imposant bemoosten Bäumen.
Eine schöne Wandertour bietet sich hier von La Zarza nach Don Pedro als grossartigen Abstieg durch Urwaldbarrancos an, die auch als Rundgang etwas schöner und kürzer gestaltet werden kann.

Crtra.Gral.Garafia-Barlovento, 1km nach dem Abzweig San Antonio del Monte, rechts
Mo-Fr. 11.-17.00 Uhr

...im Osten

Santa Cruz

Inselhauptstadt, Sitz der Inselverwaltung, der Vertretung der kanarischen Regierung, der Hafen und Zollbehörde, der Inselgarnison, Sitz von zwei Museen und zwei Theatern.

Einwohner wurden zuletzt mehr als 18.000 gezählt, das ist neben Los Llanos die grösste Bevölkerungsdichte auf der Insel. Geschäftig und modern geht es zu im Hafen der Stadt, an dem sehr regelmässig auch beeindruckende Kreuzfahrtsschiffe bekannter Linien gern einen Tagesaufenthalt auf La Palma vornehmen.

St.Cruz ist allerdings viel mehr als die Hauptstadt einer weitestgehend unbekannten Insel, sie gilt vielmehr als architektonisches Schmuckstück. Adelspaläste und Bürgerhäuser künden von früherem Glanz, prächtige Kirchen und Klöster sind zu erreichen über kopfsteingepflasterte Gassen. Kein Zweifel, St.Cruz war einmal eine der bedeutendsten Hafenstädte Europas, das Tor zur neuen Welt und erste Station auf dem Rückweg aus den neuen Kolonien der Spanier.

Die Strasse Calle O`Daly, benannt nach einer Kaufmannsfamilie aus Irland, beherbergt die prachtvollsten Patrizierhäuser flämischer, irischer und spanischer Familien. Die Fassaden mögen noch bescheiden wirken, aber beispielhaft am Casa Salazar ist von innen ein beeindruckender spanischer Klassiker über vier Stockwerke zu bewundern. Das Gebäude beherbergt als Ausstellungsort das heimische Kunsthandwerk. (Geöffnet Mo-Fr 9-15 Uhr)

Augenfällig ist auch die Plaza, das Kloster und die Kirche Santo Domingo, bzw. die Plaza Espana, Rathaus und die Kirche El Salvador, einem wunderschönen Renaissancebau, bestehend aus drei Schiffen, deren Decken üppig verziert sind mit dem hier sehr typischen spanisch-maurischen Stil der auch an der Uferstrasse bei den vielfarbig gestrichenen Balkonhäusern zu bewundern ist.

Das Konvent San Franciso,  umgeben von einer Plaza und einer Kirche gilt als einer der schönsten Anlagen der Insel. Hier wird bisher auch alljährlich das Opernfestival als "open-air-Veranstaltung" abgehalten. Hier befindet sich das offizielle Inselmuseum mit dem Eingang im Glockenturm versteckt. Schöne Plätze zum Verweilen und hübsche Strassencafés gibt es ebenso wie kleine Boutiquen und Geschäfte zum flanieren und shoppen. Zu erwähnen bleibt unbedingt das grösste Fest der Insel, die Bajada de la Virgen de las Nieves, nächstes Mal wieder im Sommer 2010. (Mehr dazu unter "Traditionen/Fiestas")

...im Süden

Vulkan San Antonio und Teneguía

Das Alter des San Antonio wird nur auf etwa 3.000 Jahre geschätzt. Ein kleines Besucherzentrum mit Austellungsräumen gibt Informationen zu geologischen Details. Hier erfahren Sie alles über den Vukanismus auf La Palma, inbesondere über die letzten Ausbrüche von 1971 des jungen Tenguía, den man filmisch begleitet verfolgen kann. Den Kraterrand kann man von hier aus betreten, links geht der Blick in den erloschenen Krater und rechts sieht man die Weinfelder Los Quemados. Nach der Hälfte des Weges trifft man auf den Vulkan Teneguía und dessen bizarre und noch scharfkantigen Schlackenfelder.
Der 438 Meter hohe und jüngste Vulkan der Kanarischen Inseln entstand erst 1971 während eines drei Wochen andauernden Ausbruchs. Mehrere Schlote unterhalb des San Antonio vereinigten sich zu einem. Da die austretende Lava zur angrenzenden Südküste floss und dort im Meer erkaltete, wurde die Insel La Palma wieder etwas größer. Vom Centro de Visitantes kann eine 2.5 Stunden Tour bis nach Fuencaliente auf dem Krater der Vulkane gewandert werden, um dort im Süden mit Museumsbesuch des Leuchtturmes, Besuch der Saline und Baden abzuschliessen. Die Rückfahrt kann dann mit dem Taxi vorgenommen werden.

öffnungszeiten des Centro de Visitantes: täglich 9-18 Uhr, Juli-Sep bis 17.30

Die Salinebecken in Fuencaliente

In der Saline Teneguía wird sehr mineralhaltiges Salz auf natürliche Weise gewonnen. Ein in der modernen Küche nicht mehr wegzudenkendes Gewürz und damit schönes Mitbringsel nach Hause. Es kann in jedem Supermarkt oder in der Saline direkt in unscheinbar  kleinen Plastiksäckchen oder jetzt auch in schönen Gläsern gekauft werden. So in der Saline gearbeitet wird, kann diese auch besichtigt werden in der Zeit von 8-17 Uhr von Mai bis Oktober.

Im alten Leuchtturm wurde 2006 das Centro de Interpretación de La Reserva Marina eröffnet. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Verschmutzung des Meeres und dessen Folgen im Schutzgebiet.

öffnungszeiten: Mo-Sa 9.00-17.00 Uhr, Tel: 922 480223
Ein Ausflug könnte also mit der Saline beginnen, kombiniert mit einem Abstecher zum Leuchtturm, um dann einen der vielen Playas im Süden zum Baden zu nutzen, z.B. Punta Larga oder die Zamora Strände sind weiter in Richtung Norden ausgeschildert.