Fiesta
Auf La Palma gibt es ganzjährig viele Gründe, ein Fest zu begehen.
Jeder Ort hat seinen Schutzheiligen, den es zu ehren gilt. Auftakt ist meist ein Umzug an einem Samstagnachmittag, am späten Abend wird auf der Plaza getanzt, richtig voll wird es weit nach Mitternacht. Damit man auch noch den nötigen Schlaf findet, geht schon am Nachmittag häufig los mit dem Kinderprogramm, Theateraufführungen, Umzüge und Musikdarbietungen.
Der Reigen der Festivitäten beginnt mit dem Umzug der heiligen drei Könige am Abend des 5. Januar. Ende Januar/Anfang Februar findet das bekannte Mandelblütenfest in Puntagorda statt. Der Höhepunkt diese zwei Tage währenden Festes ist das folkloristische Festspiel am Sonntag. (Termin in der 2 wöchentlich erscheinenden D´ Ocasion)
Nachfolgend haben wir eine kleine übersicht der wichtigsten Ereignisse zusammengestellt, die mitnichten den Anspruch der Vollständigkeit für sich reklamiert:
Im Februar
Karneval auf La Palma
Während der Karnevalswoche und auch noch mindestens eine Woche danach, gibt es in nahezu jeder Gemeinde Umzüge und zum Ende des Karneval die traditionelle Beerdigung der Sardine. Wie auf keiner anderen Insel üblich, wird hier statt Konfetti Babypuder verpulvert. Die Herkunft dieses Brauches liegt in der Veräppelung der zurückkehrenden Immigranten aus Lateinamerika, um diese mit der Bewerfung von Mehl in die raue Realität zurückzuholen. Neuerdings wollen auch andere kanarische Inseln sich diesen Brauch während des Karnevals aneignen, was La Palma mit deutlicher Verschnupftheit registriert, allerdings mangels Patentanmeldung wohl zulassen muss...Am Faschingsmontag (día de los indianos), werden in St.Cruz de La Palma die "Indianos" bei ihrer Rückkehr aus Amerika mit viel Folkloremusik und Pulvertiraden begrüsst. Dabei erscheint die ganze Stadt in weiss, die vielen Besucher des Festes in hellen Baumwollgewändern und Strohhüten, mit grossen Zigarren und Rum im Glas ausgestattet, als Kubaner verkleidet in Erinnerung an die Rückkehrer der grossen Auswanderungswellen. Dann und wann gibt es in der Besuchermenge auch dunkelhäutige "Schönheiten", deren Oberweite und Hinteransicht allerdings bein genauerer Betrachtung so monströs geraten sind, dass man (Frau) darunter doch Männer vermuten muss. Die "Damen" sollen das mitgebrachte farbige Dienstpersonal der (Wieder)- einwanderer darstellen.Die ganze Stadt feiert ausgelassen, überall gibt es auf der Strasse Musik und Tanz, abends wird es rappelvoll und man bewegt sich vor (und meistens aber auch genausoviel wieder zurück) in der Parallelstrasse zum Meer mit den Rythmen der Batucadas, begleitet von vielen Kinderwagen in der Menge, die statt Kind eher an eine gut gefüllte Kneipe erinnern und manchmal darf man auch davon kosten..
Erwähnen muss man auch den Umzug der Schulen am Donnerstag vor Rosenmontag und den schönen Umzug am Faschingsdienstag in LosLlanos. Hier kann man ob der tollen Stimmung durch die batucadas sich nur jedes Jahr wieder wundern, dass es danach nicht sofort auf der Plaza ein sich anschliessendes rauschende Fest gibt. (Das hatte dann schon am Wochenende stattgefunden mit Livemusik und traditionellen Musikgruppen auf der Plaza bis in die frühen Morgenstunden) In Los Llanos wird die Sardine am darauffolgenden Freitag zu Grabe getragen(ein Wagen der oben als Figur eine große Sardine beeherbergt). Danach wird nochmal kräfig gefeiert...Und wer nun denkt, dass alles doch nun ein Ende gefunden hat, der irrt, denn in kleinerem Umfang gibt es noch Umzüge und feiert man weiter in Puerto Naos und in Puntagroda und ...
Am 2 Juli in 